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bloom
Die Menschheit hängt vom Elektrizitätsnetz ab, wobei die Unabhängigkeit davon wegweisend für die Zukunft ist. Dr. Gaffron entdeckte 1939 eine Alge, die abwechselnd Sauerstoff und Wasserstoff erzeugen kann. Aufbauend auf das Werk von Gaffron entdeckte Prof. Melis, dass dabei ein Schwefelderivat entsteht und das Enzym Hydrogenase für diese Reaktion verantwortlich ist. Weitere bahnbrechende Entdeckungen haben die Möglichkeit eröffnet, große Mengen Elektrizität in einer Brennstoffzelle zu generieren. „Bloom“ richtet sich wie eine Blume nach der Sonne, um möglichst viel Sonnenlicht einzufangen. Ziel des „bloom“-Projektes ist, genügend Strom zu produzieren, um ganze Haushalte zu versorgen. Vor allem in unerschlossenen Gebieten oder nach Katastrophen könnten die Menschen davon profitieren. „Bloom“ ist ein geschlossener Ring aus Paneelen, in denen Algen in Wasser zirkulieren. Durch die Zufuhr von Gasen und Sonnenlicht wird die Photosynthese angeregt. Die Paneele sollten dünn aber dennoch solide genug sein, um eine möglichst große Anzahl Algen gleichzeitig belichten zu können. Durch weitere mechanische und chemische Prozesse innerhalb der Paneele wird elektrische Energie erzeugt, die dann in Brennstoffzellen gespeichert und in höhere Spannungen umgewandelt werden kann. „Bloom“ kann darüber hinaus einfach zerlegt, transportiert und wieder in Betrieb genommen werden.
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Jury-Begründung:
Aus Sicht der Jury verdient das Projekt „bloom“ eine besondere Erwähnung, da es sich u.a. auf visionäre wissenschaftliche Untersuchungen von Dr. Hans Gaffron und später Prof. Anastasios Melis stützt, die die Herstellung elektrischer Energie in größeren Mengen und auf Basis biologischer stofflicher Reaktionen ermöglicht. Darüber hinaus korrespondiert die Eigenschaft der „natürlichen“ Stromgewinnung harmonisch mit der produktsprachlichen Blumenmetapher. Für eine umfassende und abschließende Bewertung wären aber eine bessere technische Dokumentation und tiefergehende Hintergrundinformationen notwendig gewesen.
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